Kammer 3

CULTURAL POLICY LAB

Symposium

Das Lab wird von Studierenden des interdisziplinären Forschungsseminars „Institutionelle Ästhetik“ an der Ludwig-Maximilians-Universität veranstaltet. Es ist öffentlich und steht allen Interessierten offen, die sich mit dem Spannungsfeld Wissenschaft, Kunst, Kultur und Kulturpolitik auseinandersetzen.

Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Christopher Balme, Institut für Theaterwissenschaften, und Christian Steinau, Nachwuchsforschergruppe Kreativität und Genie. Das Seminar wird unterstützt im Rahmen des Programms Lehre@LMU, das den Austausch zwischen Theorie und Praxis fördert.


Das Cultural Policy Lab ist ein reflexives und partizipatives Veranstaltungsformat zu dem alle interessierten BürgerInnen herzlich eingeladen sind. In einer offenen Labor-Situation stehen die veränderten Rahmenbedingungen von Kunst und Kultur zur Diskussion.

Vor welchen Herausforderungen stehen Kulturschaffende?

Wie können Freiräume für die Kultur- und Start-Up-Szene auch in Zukunft gewährleistet werden?

Gibt es Paradigmen der Förderung von Kunst und Kultur, die es zu überwinden gilt?

Inwiefern ist die Verunsicherung westlicher Gegenwartsgesellschaften Gegenstand kulturpolitischer Debatten?

Wie reagieren Kultur und Politik auf das Erstarken identitätsstiftender‘ Narrative?

Wie lassen sich historische gewachsene Strukturen im Kulturbetrieb updaten

Welche Daten sammeln Kulturbetriebe und was können und sollten sie mit diesen anfangen?

Ist das Konzept „Kultur für Alle“ gescheitert oder lässt es sich ins 21. Jahrhundert übertragen?

Im Cultural Policy Lab stehen konkrete Inhalte und Strategien im Vordergrund. Es geht um Visionen und Best-Practice Beispiele. Im Cultural Policy Lab ist eine mobile Antragswerkstatt aufgebaut, in der Nachrichten, Wünsche und Forderungen an den Kulturausschuss des zukünftigen Münchner Stadtrats verfasst werden können.

Mit Janina Sieber (Raum), Martin Valdés-Stauber (Dramaturgie)


WORKSHOP SCREENING THE FIELD

15:00 - 18:00 Uhr

Grußwort Kulturpolitische Gesellschaft

Grußwort Martin Valdés-Stauber, Dramaturg der Münchner Kammerspiele

Begrüßung Christian Steinau: Was ist ein Cultural Policy Lab? Was kann es zu aktuellen Diskussionen über Kulturpolitik und -förderung beitragen?


WORKSHOP PART 1 - INTO THE LAB

15:15 - 16:30 Uhr

Ab 15:15 Uhr stellen Studierende des Forschungsseminars „Institutionelle Ästhetik“ aktuelle Forschungsperspektiven auf Herausforderungen der Kulturpolitik und des Kulturbereichs vor. In den parallel stattfindenden Laborstationen kann ausgehend von Statistiken, Bildern, einschlägigen Texten und Thesen experimentiert, diskutiert und gemeinsam nachgedacht werden.

Mit Lena Huber, Hanna van der Heijden, Christina Kockerd, Luise Barsch

Ab 16:00 Uhr Präsentation der Ergebnisse der Laborstationen im Plenum und Diskussion.


WORKSHOP PART 2 - LET’S DO THE TIME WARP!

16:30 - 18:00 Uhr

Die Ausgangslage zu Beginn der 20er Jahre über Kulturpolitik nachzudenken, scheint diffus. Wo fängt man an? Es braucht neue dynamische, offene und partizipative Formen, um innerhalb und außerhalb institutioneller Strukturen Veränderungen bewirken zu können. Im Lab wird dieser Ausgangssituation Rechnung getragen. Auf vier parallel stattfindenden Bühnen kommen ExpertInnen und BeobachterInnen der kulturellen Entwicklung Münchens zu Wort.


FAUSTS STUDIERZIMMER

16:30 - 16:45 Uhr Susanne Hermanski (Leiterin Kultur der „Süddeutschen Zeitung“): „Wer hat eine Vision für die Kulturstadt München?“

16:45 - 17:00 Uhr Gabriele Köhler (Entwicklungsökonomin, Vorstandsmitglied des Vereins für die Vereinten Nationen Deutschland): „Creative Communities als Herausforderung in Zeiten des globalen Kapitalismus“

17:00 - 17:15 Uhr Johanna Vocht (Literaturwissenschaftlerin, Kulturpolitische Gesellschaft Landesgruppe Bayern): „Wie wollen wir arbeiten? Institutionelle Machträume aus gendersensibler Perspektive.“

Ab 17:15 Uhr Diskussion


LE LABORATOIRE 12 RUE CUVIER

16:30 - 16:45 Uhr Holger Kurtz (Gründer KulturData.de): „Welche Daten erheben Kulturbetriebe und was können/sollten sie damit anfangen?“

16:45 - 17:00 Uhr Raoul Koether (Projektmanager, Lehrbeauftragter an zwei Münchner Hochschulen und assoziiertes Mitglied des Berlin Instituts für Partizipation): „Tindering Thalia. Moderne Partizipationsformen für die Kunst“

17:00 - 17:15 Uhr Bernhard Springer (Künstlersprecher Domagkateliers): „40 Prozent mehr Miete? Die aktuelle Situation der Domagkateliers“

Ab 17:15 Uhr Diskussion


FRANK N. FURTER‘S LAB

16:30 - 16:45 Uhr David Süß (Geschäftsführer Harry Klein, Vorstand im Verband der Münchner Kulturveranstalter e.V.): „Freiräume in München der letzten 30 Jahre, was haben die der Stadt gebracht und wo sind die heute?“

16:45 - 17:00 Uhr Florian Schönhofer (Gastronom und Veranstalter): „Stadtentwicklung an der Grenze – Welche Möglichkeiten hat die Kultur- und Startupszene?“

17:00 - 17:15 Uhr Sabine Ruchlinski (KulturRaum München e.V.): „Kultur für Alle als gelebte Praxis“

Ab 17:15 Uhr Diskussion


LATOUR‘S KITCHENTABLE

16:30 - 16:45 Uhr Valantis Beinoglou (It-Spezialist und Schauspieler): „Wie die griechische Community ins Theater kommt: Das Stück Hellas München an den Münchner Kammerspielen“

16:45 - 17:00 Uhr Katrin Schuster (Öffentlichkeitsarbeit in der Münchner Stadtbibliothek): „Ein Ort, an dem Gesellschaft stattfindet: Die Bibliothek als soziale Infrastruktur für das 21. Jahrhundert“

17:00 - 17:15 Uhr Maria Fixemer (Programmreferentin der Münchner Volkshochschule): „Breit = flach? Bildungskultur und kulturelle Bildung für alle in der Volkshochschule“

Ab 17:15 Uhr Diskussion


Ab 18:00 Uhr Pause und Diskussion, Stärkung des Laborpersonals bis zum Beginn der Podiumsdiskussion


Special Guest
Achim „Waseem“ Seger (Künstler, Veranstalter und Betriebswirt): „Hip Hop – zwischen
Jugendkultur und politischer Bewegung“



Im Anschluss an den Workshop findet ab 18:30 Uhr ein Cultural Policy Town Hall statt. Weitere Informationen finden Sie hier.


Grafisches Konzept lob.tf (Karlsruhe)

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