CULTURAL RELIEF

Diskussion mit: Taigué Ahmed (Ndam Se Nam, N’Djamena), Pınar Demiral (Her Yerde Sanat/Überall ist Kunst, Mardin), Wolfgang Hauck (Die Stelzer), Maren Niemeyer (Forum on Culture and Humanitarian Relief, Goethe-Institut). Moderation: Christian Lüffe (Goethe-Institut Istanbul) / Sonntag, 18.10. 16:00 / DACHKAMMER


Im Anschluss an die Präsentation des Tanz-Workshops "Rêve en noir? en blanc" von Taigué Ahmed diskutieren ExpertInnen das Thema Cultural Relief durch künstlerische Arbeit im Kontext von Flüchtlingscamps. Welche Rolle kommen Kunst und Kultur im Kontext humanitärer Unterstützung zu? Wie kann Kunst bei der Bearbeitung traumatischer Erfahrungen helfen? Und wie können Kunstprojekte aussehen, die sich an geflüchtete Menschen richten?
Während der Tänzer und Choreograf Taigué Ahmed Tanzworkshops mit Flüchtlingen nicht nur in Afrika realisiert, organisiert das Goethe-Institut Istanbul zusammen mit der NGO "Überall ist Kunst" und dem Theater "Die Stelzer" regelmäßig Theater und -Stelzenworkshops in Flüchtlingslagern im Südosten der Türkei. Auch in Amman konzipieren und produzieren 20 junge FilmemacherInnen aus arabischen Ländern und aus Deutschland Filme für von Flucht betroffene Kinder und Jugendliche. Ein Gespräch über Herausforderungen und Chancen in der Kulturarbeit.


Taigué Ahmed
, Tänzer aus dem Tschad, gründete 2005 die Organisation Ndam Se Na in N’Djamena. Der Verein verfolgt seit 2005 zahlreiche Projekte in Flüchtlingscamps des Tschad, bringt den Bewohnern den Tanz nahe und sensibilisiert für Themen wie Hygiene, Frauenrechte oder HIV.

Pınar Demiral, Kulturmanagerin und Künstlerin aus der Türkei, gründete 2011 die NGO „Her yerde Sanat/Überall ist Kunst“. Seitdem organisiert sie Zirkus- und Musikfestivals für sozial benachteiligte Jugendliche im Südosten des Landes. Aktuell engagiert sich die Organisation aktiv mit Kulturprogrammen in Flüchtlingslagern in der Türkei.

Wolfgang Hauck, Multimediakünstler und Projektentwickler, hat verschiedene handwerkliche und therapeutische Ausbildungen absolviert und leitet seit 24 Jahren das Theater "Die Stelzer" in Landsberg am Lech. Mit dem Das Ensemble entwickelte er das "Theater auf Stelzen" als Medium für kulturelle und pädagogische Bildung weiter und konzipiert "Training the Trainer"-Programme u.a. in der Türkei.

Maren Niemeyer, Filmreferentin des Goethe-Instituts, arbeitete seit 1986 für diverse öffentlich-rechtliche TV- und Radio-Sender als Journalistin, Autorin, Redakteurin und Dokumentarfilm-Regisseurin. Seit 2004 war sie immer wieder Jury-Mitglied des Deutschen Menschenrechts-Filmpreis. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich intensiv mit Kindern und Jugendlichen in Krisen- und Kriegsregionen.

Dr. Christian Lüffe, Leiter des Goethe-Instituts Istanbul, war nach einem Studium der Germanistik, Anglistik, Medienwissenschaften und Philosophie und Promotion zunächst an der Ruhr-Universität in Bochum tätig. Seit 1985 arbeitet er für das Goethe-Institut und war dort in verschiedenen Positionen tätig, zuletzt als Leiter des Fachbereichs "Film, Fernsehen und Hörfunk" sowie stellvertretender Leiter der Abteilung "Kultur und Information".

In deutscher Sprache.



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18. Oktober 2015

In Kooperation mit

Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
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