Enis Maci: „Die große Beunruhigung“

Mit Marius Goldhorn, Mazlum Nergiz, Tanita Olbrich und Enis Maci

„Die große Beunruhigung“ ist: eine Ahnung, ein Zittern, eine Ungenauigkeit in der Landschaft. Sie ist: eine Ansammlung, nein: eine Versammlung, und damit: zur Zeit höchst illegal. „Die große Beunruhigung“ ist nicht bloß ein Name – für ein Gespräch, eine Lesung, eine Desktoptour, ein Filmscreening –, sie ist: das Gefühl, das mich überkommt, wenn Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft ineinanderfallen wie die Zutaten einer Mayonnaise. „Die große Beunruhigung“ ist ein Reflex, geboren aus der Notwehr – sie setzt ein, wenn ich auf diese Werke treffe:

„Park“ von Marius Goldhorn ist ein Reiseroman durch ein eingefriedetes Europa, er spielt in Berlin, Paris und Athen. Der Liebesroman „Park“ glaubt an die Möglichkeit der völligen Erneuerung der Welt.

„Kopf, verkopft, Kopf locker, kopflos“ von Mazlum Nergiz erzählt vom Jahr 1996, von jenen kurdischen Laiendarstellern, die Harold Pinters Stück Mountain Language probten, die während der Proben, auf offener Straße, als vermeintliche Terroristen verhaftet wurden. Die Gewalt, von der sie spielenderweise sprechen wollten, die Gewalt die ihnen einmal begegnet war, holte sie auch im Exil ein – als Bumerang.

„Kajsa Athena“ ist eine Detektivin auf der Suche nach ihrer Zukunft. Ihre Reise beginnt in Athen. Zufällig trifft sie dort Maria und Mohammed. Beide sind nicht nur in der Lage den Verlauf ihres Lebens vorherzusagen, sondern auch den des Films von Tanita Olbrich.

Mit Marius Goldhorn, Mazlum Nergiz, Tanita Olbrich und Enis Maci

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