Kammer 1

FIGAROS HOCHZEIT

nach Mozart/da Ponte und Beaumarchais

Inszenierung: David Marton

Musiktheater

„Wo die Politik versagt, ist es die heilige Pflicht von Künstlern, Dichtern und Denkern, einzuspringen und das politische Vermächtnis dieser Zeit zu retten.“ (Philipp Ruch, Zentrum für Politische Schönheit) – Kurz bevor die Französische Revolution ausbrach, gab König Ludwig XVI. von Frankreich einer Überlieferung zufolge im Hoftheater das später als Revolutionsstück bezeichnete „Figaros Hochzeit oder der tolle Tag“ seines Höflings Pierre Augustin Caron de Beaumarchais. Dabei ergriff der König die Gelegenheit und spielte höchst selbst den listigen Diener und Aristokratenschreck Figaro. Die Revolution konnte der König durch diesen cleveren Move der künstlerischen Aneignung nicht verhindern, aber die Frage nach der Wirksamkeit politisch intendierter Kunst steht durch seinen geschickten Schachzug einmal mehr im Raum. Der ungarische Regisseur und Musiker David Marton, der nach „La Sonnambula“ mit „Figaros Hochzeit“ die zweite Operninszenierung an den Kammerspielen erarbeitet hat, geht mit einem SängerInnen- und SchauspielerInnen-Ensemble ebenso der Lust an der Subversion wie an der Musik nach.“

Gefördert von der Weik-Stiftung. Mit großzügiger Unterstützung des Fördervereins der Münchner Kammerspiele.


Mit

Thorbjörn Björnsson, Niels Bormann, Marie Goyette, Jelena Kuljić, Annette Paulmann, Franz Rogowski, Nurit Stark, Gundars Āboliņš

Am Klavier

Michael Wilhelmi

Orchester

Alissa Rossius, Andrjei Slota, Petra Slottova, Maximilian Strutynski, Miriam Ströher

Inszenierung

David Marton

Bühne

Christian Friedländer

Kostüme

Tabea Braun

Musikalische Bearbeitung

Daniel Dorsch, David Marton, Michael Wilhelmi

Klanggestaltung

Daniel Dorsch

Licht

Pit Schultheiss

Dramaturgie

Katinka Deecke, Barbara Engelhardt

Premiere am 11. Juni 2016