Kammer 3

FRESSEN

VON HENRIKE IGLESIAS

Schauspiel

„Männer“ essen Steaks. Sie trinken herbe Biere. Sie rülpsen. Sie benutzen keine Servietten. Sie haben Kohldampf. Sie haben einen höheren Energieverbrauch. „Frauen“ hingegen. „Frauen“ essen einen bunten Salat und zum Frühstück Müsli. Sie möchten nur ein kleines Stück vom Kuchen. Sie machen Low-Carb. Sie wissen was gesund ist. Sie sind schon total satt. Sie hungern. „Frauen“ kochen, „Männer“ essen. Lots of Sexism in my Schnitzel. Das queerfeministische Theaterkollektiv Henrike Iglesias sagt: Bullshit! Wir haben Hunger, und wir fressen! In ihrer Kochshow tischen die vier Performerinnen dem Publikum die gesellschaftliche Obsession mit dem Thema Essen auf, kochen um die Wette und fragen sich, wann diese ständige Beschäftigung mit Lebensmitteln angefangen hat – und wie es sein kann, dass sie mit plus minus 30 immer noch in Angst leben, jemand könnte an ihren Körpern ablesen, dass sie ihre Leben nicht im Griff haben. Und das alles mit vollem Mund.

Eine Produktion von Henrike Iglesias in Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen und dem jungen theater basel, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.



Konzept, Text, Performance

Henrike Iglesias

Bühne

Eva G. Alonso, Anna Fries

Kostüme

Mascha Mihoa Bischoff

Licht- und Videodesign

Eva G. Alonso

Musik- und Sounddesign

Malu Peeters

Dramaturgie

Anna Gschnitzer
  • Thumb kulturstiftung des bundes logo

Premiere am 28. April 2019

pressestimmen

„Es ist ein szenisches Manifest gegen Bodyshaming und gegen alle, die sich dessen jemals schuldig gemacht haben. Eine Stunde lang rechnet das queerfeministische Theaterkollektiv Henrike Iglesias ab. [...] Henrike Iglesias ist Sigmund Freuds schlimmster Albtraum.“ (nachtkritik.de, Anna Landefeld)

„Der Abend heißt „Fressen“ und darum geht es auch. Um Essstörungen, evoziert durch den öffentlichen Zwang zum optimierten Körper [...] Es ist nicht Vieles neu hier, aber das macht nichts, weil das Leiden unter dem Druck zur körperlichen Effizienz alt und immerwährend ist und hier mit lustigem Trotz bekämpft wird.“ (Süddeutsche Zeitung, Egbert Tholl)