HATE POETRY

Kongress

Antirassistische Leseshow mit Doris Akrap, Özlem Gezer, Özlem Topçu, Yassin Musharbash, Mely Kiyak, Hasnain Kazim, Mohamed Amjahid / Sonntag, 18.10. 19:30 / KAMMER 1

Am Ende des OPEN BORDER KONGRESS gibt es kein Halten mehr. Beschimpfungen, Beleidigungen, Hass. Bei der Performance HATE POETRY zitieren und kommentieren Journalisten ihre schlimmsten Drohmails, krassesten Schimpfbriefe und andere nicht nett gemeinte Zuschriften, die sie im Laufe ihrer Arbeit von ihren liebsten und deutschesten Lesern erhalten hatten. Doch es handelt sich nicht um eine klassische Politveranstaltung, sondern eine große Show. Die Journalisten von taz, Die Zeit, Spiegel, Die Welt, Tagesspiegel und anderen Medien tragen die Texte mit großem schauspielerischem Einsatz vor und bieten zwei Stunden beste Unterhaltung.

Es sind nicht einfach nur banale Leserbriefe, die hier vorgelesen werden. Das wäre ja auch zu einfach und plump. Nein, diesen Mist bekommen bevorzugt Journalisten, die nach Meinung einiger Menschen in diesem Land aufgrund ihrer (vermeintlichen?) Herkunft gar nicht in DEUTSCHEN Medien auftauchen dürften. Diesen Mist zu teilen, darüber zu lachen und somit dem alltäglichen Rassismus einen Vogel zu zeigen - das ist unser Begehr.“



Doris Akrap,
Jahrgang 1974, taz-Redakteurin. Arbeitet seit 2008 in der taz, seit 2013 im Wochenendressort. Zuvor Redakteurin der Jungle World und der Sport-B.Z. Moderiert Veranstaltungen zu Politik, Literatur und Gesellschaft. Moderatorin und Mitgründerin der Hate Poetry, Applausometer.

Özlem Gezer, Jahrgang 1981, Spiegel-Redakteurin. Seit 2012 beim Spiegel, seit Sommer 2014 im Gesellschaftsressort. Arbeitete zuvor u.a. für den stern und das ZDF-Büro in Istanbul. Gewinnerin des Henri-Nannen-Preises 2014 in der Kategorie „Beste Reportage“. Seit Ende 2013 Teil der Hate Poetry.

Özlem Topçu, Jahrgang 1977, Zeit-Redakteurin. Seit 2009 im Politikressort, zuvor freie Journalistin u.a. für das Hamburger Abendblatt. Gewinnerin des Theodor-Wolff-Preises 2008 in der Kategorie „Lokales“. Buchveröffentlichung: Wir neuen Deutschen. Was wir sind, was wir wollen [mit Alice Bota und Khuê Pham], Rowohlt 2012. Seit Mitte 2012 Teil der Hate Poetry.

Yassin Musharbash, Jahrgang 1975, Zeit-Redakteur. Seit 2012 im Investigativressort der Zeit, zuvor bei Spiegel-Online. Gewinner des Preises „Der lange Atem“ 2011 für seine Berichterstattung zu Dschihadismus und Islamdebatte. Letzte Buchveröffentlichungen: Radikal. Thriler, Kiepenheuer & Witsch 2011; Wir Wickelprofis [mit Markus Kamrad und Jonas Viering], Heyne 2009. Mitgründer der Hate Poetry.

Mely Kiyak, Jahrgang 1976, Publizistin. Arbeitet u.a. für die Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung und das Deutschlandradio Kultur. Die Theodor-Wolff-Preis-Trägerin von 2011 (Kategorie „Essay“) ist Deutschlands erste Theaterkolumnistin am Gorki Theater Berlin und schreibt auch Theaterstücke, zuletzt Aufstand – Monolog eines wütenden Künstlers. Letzte Buchveröffentlichungen: Istanbul Notizen, Shelff 2013; Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an, S.Fischer 2013. Mitgründerin der Hate Poetry.

Hasnain Kazim, Jahrgang 1974, Spiegel-Autor. Seit 2006 beim Spiegel bzw. Spiegel-Online, seit 2013 Korrespondent in Istanbul. Zuvor u.a. für dpa tätig. Gewinner des CNN Journalist Award 2009. Buchveröffentlichung: Grünkohl und Curry, dtv 2009. Seit Mitte 2013 Teil der Hate Poetry.

Mohamed Amjahid, Jahrgang 1988, Tagesspiegel-Volontär. Zuvor freier Autor für die Zeit, den Deutschlandfunk und andere Medien. Ausgezeichnet mit dem Alexander-Rhomberg-Preis für Nachwuchsjournalisten. Seit Anfang 2015 Teil der Hate Poetry.


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18. Oktober 2015