Kammer 3

KILL THE AUDIENCE

VON RABIH MROUÉ

Inszenierung: Rabih Mroué

Schauspiel

„Kill the Audience“ hinterfragt die Beziehung von Bühne und Publikum im Theater. Ausgangspunkt dabei ist der "Vietnam-Diskurs" von Weiss. Die politisch-agitatorische Inszenierung des Stücks 1968 an den Münchner Kammerspielen richtete sich direkt an die Zuschauer*innen: Was bedeutet es, einem politischen Stück beizuwohnen? Die Aufforderungen des Stücks wörtlich nehmend sammelten damals die Schauspieler*innen am Ende des Stücks Geld für den Vietcong. Es folgte eine veritable Auseinandersetzung zwischen den Regisseuren Wolfgang Schwiedrzik und Peter Stein einerseits und Intendant August Everding andererseits. 50 Jahre nach dem damaligen Konflikt erforscht Mroué am gleichen Ort (im damaligen Werkraum) die Rolle der Zuschauer*innen. Kann es überhaupt noch ein Publikum geben, wenn das Theater zur Straße wird? In seiner Reflexion fragt Mroué nicht, was auf der Bühne stattfinden kann und soll, sondern welches Verhältnis damit zum Publikum etabliert wird. „Kill the Audience“ ist die dritte Arbeit von Rabih Mroué an den Münchner Kammerspielen. Nach „Ode to Joy“ (2015) feierte „Rima Kamel“ (2017) im Rahmen einer Werkschau des Künstlers an den Kammerspielen Premiere.




ACHTUNG: Bei der Vorstellung werden Stroboskopeffekte verwendet. Bei bestimmten Frequenzen können unter Umständen epileptische Anfälle ausgelöst werden.

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Mit

Zeynep Bozbay, Eva Löbau

Live-Musik

Marja Burchard, Maasl Maier

Inszenierung

Rabih Mroué

Ausstattung

Bettina Katja Lange, Rabih Mroué

Licht

Charlotte Marr

Musik

Maasl Maier, Leo Winstel

Dramaturgie

Martin Valdés-Stauber

Uraufführung am 12. Dezember 2018

pressestimmen

„Ein Fest der Wahrnehmung, ein Stück über das Zuschauen. Das Kontrastprogramm zur Vereinzelung über dem Smartphone und ein Empowerment der Zuschauer. […] Rabih Mroué hält sich fern von dem, was vor 50 Jahren geschah. Er belehrt nicht und stellt Fragen an das Publikum. “ (3sat Kulturzeit - Susanne Brandl)

„Ein Lehrstück über die eklatante Verletzung der Menschenwürde nicht nur im Vietnamkrieg hat Rabih Mroué hiermit verfasst und inszeniert, das mit der an Hanns Eisler angelehnten Livemusik von Marja Burchard und Maasl Maier bestens korrespondiert.“ (Donaukurier - Hannes S. Macher)

KILL THE AUDIENCE fragt nun also erneut nach den Grenzen zwischen Theater und Realität, zwischen Bühne und Publikum. Es ist, wenn man so will, eine kleine Analyse der Relevanz politisch ambitionierten Theaters - und vor allem seines Publikums. Denn: Ohne Publikum kein Theater. Auf fast alles kann man verzichten, nicht auf das Publikum. Also: Was kann, will und darf man ihm zumuten? (Die Deutsche Bühne - Anne Fritsch)


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