Kammer 3

NACHTS, ALS DIE SONNE FÜR MICH SCHIEN

VON UISENMA BORCHU

Inszenierung: Uisenma Borchu

Schauspiel

„Wann soll man radikal sein, wenn nicht im ersten Film?“, sagte Uisenma Borchu über ihr Debüt „Schau mich nicht so an“,mit dem die junge Münchner Regisseurin 2016 den Bayerischen Filmpreis gewann. In ihrer ersten Theaterarbeit thematisiert sie nun ihre Lebensgeschichte: „Ich bin als kleines Mädchen mit der transsibirischen Eisenbahn aus der Mongolei in Ost-Berlin am Bahnhof angekommen. Damit sollte ein neues Leben beginnen – eine erwünschte mongolische Familie in der DDR. Aber nur wenig später: eine unerwünschte mongolische Familie in der BRD!“ Mit drei SchauspielerInnen und ihrem Vater wird die Regisseurin ihre Erinnerung zum Leben erwecken, mit der bleibenden Frage: Ist die Zeit, ist die Vergangenheit wieder einzuholen? Und kann man dadurch dem Rätsel, wer man ist, auf die Spur kommen?


Mit

Araba Walton, Borchu Bawaa, Christian Löber, Lea Johanna Geszti, Uisenma Borchu

Inszenierung

Uisenma Borchu

Bühne

Irina Schicketanz

Kostüme

Tschagsalmaa Borchuu, Veronika Schneider

Video

Sven Zellner

Licht

Pit Schultheiss

Musik

Daniel Murena

Dramaturgie

Johanna Höhmann

Uraufführung am 01. Oktober 2017

pressestimmen

„Sie gewährt mit ihrem leisen autobiografischen Zugang einen psychologischen Eingriff in den Prozess einer schwierigen Integration und liefert gleichzeitig einen Kommentar zu einem Land, das keine Einheit ist. Man möchte mehr solche Stimmen hören." (K. Erik Franzen – Frankfurter Rundschau)