Kammer 1

PASSING – IT'S SO EASY, WAS SCHWER ZU MACHEN IST

INSZENIERUNG: RENÉ POLLESCH

Schauspiel

RENÉ POLLESCHS STÜCKE ARBEITEN MIT DEN MITTELN DER THEORIE AN DER BEFREIUNG DES DENKENS AUS DEM „COMMON SENSE“. IN SEINEN ARBEITEN WERDEN KOMPLEXE IDEEN KONKRET, ABSTRAKTE BEGRIFFE KÖRPERLICH.

„Der Ausdruck ‚Passing‘ bezeichnet auch den klassischsten Akt, um der Unfreiheit und der Diskriminierung zu entgehen: „das Durchgehen als...“, „das Sich-Ausgeben als...“. ‚Passing‘ ist weiter gefasst als das Passieren, das Durchlaufen oder Überschreiten von Grenzen. Es meint, das Passieren und das Durchgehen als... Deutscher, Weißer, Mann, heterosexuell – wenn also die soziale Identität einer Person nicht in der üblichen Weise am Werk ist. Es heißt viel eher, die soziale Wahrnehmung anzufechten. ‚Passing‘ spielt mit der Wahrnehmung und Nicht-Wahrnehmung von Differenz, die mit bestimmten visuellen Erwartungen und Vorannahmen der ‚weißen‘ Mehrheitsgesellschaft verbunden sind.“

(René Pollesch nach Brigitta Kuster „Grenze filmen“)

Pollesch is back. Zum ersten Mal seit 2013 inszeniert der Regisseur und Autor mit „Passing – It's so easy, was schwer zu machen ist“ wieder an den Münchner Kammerspielen. René Polleschs Inszenierungen (es sind immer seine eigenen Texte) prägten die Berliner Volksbühne während der Intendanz von Frank Castorf und zahlreiche Theatermacher*innen der Gegenwart entscheidend. Zuletzt inszenierte er vor allem am Schauspielhaus Zürich, dem Deutschen Theater Berlin und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

Uraufführung am 29. Januar 2020