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Unsere Maskenabteilung baut Face-Shields!

Die aktuelle Situation stellt unser Theater auf die Probe und die meisten Mitarbeiter*innen der Kammerspiele sind im Home-Office. Doch zumindest die Maskenabteilung ist nicht ganz ausgestorben!
Der Mitarbeiter Raimund Richar-Vetter hat überlegt, wie er mit seinen Fähigkeiten in dieser Krisensituation helfen könnte. Nachdem in Kliniken dringend benötigte Mundschutzmasken und Gesichtsschilder fehlten, die zum Schutz von Ärzt*innen und Pfleger*innen unentbehrlich sind, entstand der Gedanke zu Face-Shields.
Vom Zeitpunkt der Idee an sind jetzt bald 2 Wochen vergangen, die Produktion läuft vor Ort auf Hochtouren und mittlerweile konnten sogar schon über 100 Schilder hergestellt werden. Sie bestehen aus einer Stirnhalterung, einem Gummiband, welches die Halterung am Hinterkopf zusammenhält und einer transparenten Kopierfolie.

Eigentlich werden solche Stirnhalterungen mit einem 3D-Drucker erstellt. Die Überlegung der Maskenabteilung war jedoch, den Druckprozess durch das Gießen in geeignete Formen zu ersetzen und so ganz auf den Drucker verzichten zu können. Das Harz, aus dem die Halterungen hergestellt werden, wird in speziell entwickelte Formen gegossen. In eine Form können insgesamt drei Halterungen gegossen werden, wodurch in nur einer Stunde drei Schilder hergestellt werden können. Die tatsächliche Arbeitszeit beträgt dabei sogar nur zehn Minuten!
Face-Shields werden besonders bei der Arbeit am infizierten Patienten benötigt, da hier sonst die Gefahr besteht, sich durch Tröpfchen über die Augenschleimhäute zu infizieren. Wegen des höheren Tragekomforts gegenüber Schutzbrillen und Mund-Nase-Masken freuen sich aber zum Beispiel auch Kassierer*innen im Einzelhandel über die Schilder: Sie laufen beim Atmen nicht an und sind extrem leicht. Die Halterungen können abgewaschen, mit Desinfektionsmittel gesäubert und so wiederverwendet werden. Die Folien werden ausgetauscht.

Momentan werden die Face-Shields schon an den Kammerspielen getestet. Denn sobald am Haus wieder fleißig geprobt, gearbeitet und gespielt wird, könnten die Shields sehr hilfreich sein. Sie bieten sich im Arbeitsalltag zum Beispiel für Anproben mit Schauspieler*innen oder beim Schminken in der Maske an.
Auch bei Proben und Vorstellungen könnten sie benutzt werden und vor einer Infektion schützen, ohne Mund und Nase der Schauspieler*innen komplett vor Zuschauer*innen zu verbergen.

Wir können also nur hoffen, dass wir bald wieder unsere Tore für Sie öffnen und spielen können, bereiten uns in der Zwischenzeit mit den Face-Shields vor und warten auf den Startschuss!