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Jahrhundertbriefe: „Ich bin Dir halt ein bißchen zu revolutionär“.

Briefwechsel von Hannah Arendt und Dolf Sternberger

Obgleich sie ihn „halt ein bißchen zu konservativ“ fand und sich selbst „ein bißchen zu revolutionär“, hat es Hannah Arendts Freundschaft zu Dolf Sternberger „nicht geschadet“. Die begeisterte Briefschreiberin begann sich nach dem Krieg auch mit dem Publizisten Dolf Sternberger (1907-1989), dessen Trauzeugin sie war, zu schreiben. Die Briefe gingen zwischen New York, wo die Emigrantin bald zu Weltruhm gelangen sollte, und Heidelberg hin und her, von wo aus Dolf Sternberger die deutsche Politikwissenschaft mitbegründete.
Auf ihn, der eine zentrale Rolle in der Publizistik der frühen Bundesrepublik spielte, geht der Begriff „Verfassungspatriotismus“ zurück. Die Korrespondenz (Rowohlt Berlin) ist voller überraschender Einsichten, sprühen vor Geist und Wortwitz.

Herausgegeben hat die jetzt erst entdeckten Briefe Professor Udo Bermbach, Assistent von Dolf Sternberger, der von 1971 bis 2001 Politische Theorie an der Universität Hamburg lehrte.

Es lesen Wiebke Puls und Martin Weigel, Münchner Kammerspiele.
Einführung: Udo Bermbach
Konzeption: Dr. Rachel Salamander

Eine Veranstaltung der Münchner Kammerspiele in Kooperation mit der LITERATURHANDLUNG München und des Förderkreises Literatur zum Judentum.

Eine Veranstaltung der Literaturhandlung und des Förderkreises Literatur zum Judentum in Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen.